Posted in: DFWK

Am 13. Dezember 2016 fand die deutsch-französische Digitalkonferenz “Gemeinsam die digitale Transformation unserer Wirtschaft beschleunigen” im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin statt. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident François Hollande sowie Wirtschaftsminister Michel Sapin und seinem Amtskollegen Sigmar Gabriel nahmen über 300 hochrangige Vertreter von Start-ups, internationalen Unternehmen und öffentlichen Institutionen an der Konferenz teil. Es war die Gelegenheit, die Zusammenarbeit beider Staaten im Bereich Digitalisierung weiter auszubauen.

Dabei standen insbesondere vier Themenfelder im Vordergrund: Erstens, die digitale Transformation der Industrie, die dafür sorgt, dass die Produktionsstandorte wettbewerbsfähig bleiben. Zweitens, die Unterstützung von innovativen Start-ups, die in beiden Ländern als treibende Kraft für Wachstum und Beschäftigung stehen. Drittens, eine verbesserte Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen, insbesondere bei Cloud-Diensten, die gerade für kleine und mittelständische Betriebe von essenzieller Bedeutung sind. Viertens sollten Deutschland und Frankreich auch in der europäischen und internationalen Zusammenarbeit ihre Kräfte bündeln und gemeinsam für einen freien und sicheren Daten- und Informationsfluss sowie für eine Stärkung des europäischen Normungssystems eintreten.

Beide Minister haben eine Erklärung zur “Gemeinsamen Beschleunigung der digitalen Transformation unserer Wirtschaft” mit den Prioritäten der Zusammenarbeit bei der Digitalisierung der Wirtschaft verabschiedet. Darin werden konkrete Projekte unterstützt, um die digitale Transformation und digitale Innovationen voranzubringen, etwa im Bereich Industrie 4.0 und der Unterstützung von Start-ups.

Im Vorfeld der Konferenz wurde bereits eine Absichtserklärung zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Cyber-Sicherheitsbehörden beider Länder unterzeichnet.

Die deutsch-französische Konferenz zur Digitalen Wirtschaft findet bereits zum zweiten Mal statt und geht auf eine Vereinbarung von Bundeskanzlerin Merkel und Staatspräsident Hollande anlässlich des deutsch-französischen Ministerrats im März 2015 zurück.

Frankreich und Deutschland wollen als Digitalisierungswegbereiter Europas auftreten. In einer 56-seitigen Studie haben Experten der Consultingfirma Roland Berger ein Konzept für ein gemeinsames “Digital Valley” vorgeschlagen, in das beide Länder ihre jeweiligen Stärken einbringen können. Es ist ein erster Schritt, um Europa als Weltmarktführer bei den Zukunftsthemen im Bereich Technologie, z.B. Industrie 4.0 oder künstliche Intelligenz, zu etablieren.

Quelle : http://www.wissenschaft-frankreich.de/de/allgemein/deutsch-franzoesische-digitale-kooperation/